Samstag, 19. Oktober 2019

CSU will Einsatzfahrzeug für Helfer vor Ort


Ursensollen/Freudenberg. Wegen der gefährlichen Einsätze auf der Autobahn und den steigenden Einsatzzahlen benötigen die Helfer vor Ort Ursensollen ein eigenes Einsatzfahrzeug. Einen entsprechenden Antrag wird die CSU Ursensollen in den Gemeinderat einbringen. Zu dieser Überzeugung kamen Achim Kuchenbecker, Gemeinderat und Fraktionssprecher der örtlichen CSU, und der Leiter der HvO Ursensollen, Marco Preißler, bei einem Ortstermin bei den „First Respondern“ (ehemals HvO) Freudenberg. Preißler war in Begleitung mehrerer Mitglieder der HvO Ursensollen, die diese Gelegenheit nutzten, um sich zu informieren.

Dort stellte Armin Daubenmerkel, 1. Kommandant der Feuerwehr Freudenberg, die Vorteile eines eigenen Ersthelferfahrzeugs vor. „Die Absicherung der Ersthelfer auf der Autobahn mit Blaulicht sind für mich das überzeugendste Argument für ein Einsatzfahrzeug, denn sie müssen wieder gesund nach Hause kommen“ stellte Kuchenbecker nach der Präsentation fest und wusste von eigenen Einsätzen auf der Autobahn zu berichten, die „wegen rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern lebensgefährlich sein können“. Weitere Vorteile bietet die mitgeführte Ausrüstung für die Erste Hilfe, wie z.B. ein EKG oder eine Wiederbelebungsmaschine. „Solche lebenswichtigen Geräte können wir nicht mitnehmen, wenn wir mit unseren privaten Autos auf die Autobahn oder ins Gemeindegebiet ausrücken,“ informierte Marco Preißler die Teilnehmer.

Bis jetzt wurde fast die gesamte Ausrüstung und alle Gerätschaften mit Unterstützung der Bürger und Firmen angeschafft und kommen allen im Notfall wieder zugute. Stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Markus Donhauser erkundigte sich über die Kosten für die Gemeinde und merkte an, „die aber keine Rolle spielen sollten, zumal die Gemeinde auch sehr viel Geld für andere Projekte ausgibt.“

Thomas Baumer sprach mit dem Abzug des Krankenwagens von Ursensollen nach Kastl die ländlichen Lücken bei der medizinischen Versorgung auf dem Lande an. „Wir müssen dankbar sein, ehrenamtliche Helfer zu haben, die diese Lücken schließen“, bemerkte er gegenüber den Teilnehmern.

Erster Bürgermeister Alwin Märkl teilte in einem Vorgespräch mit, dass der Gemeinderat einstimmig die Helfer vor Ort auf deren Wunsch hin in die Feuerwehr integriert hat. „Deshalb übernimmt die Gemeinde die Kosten für Unterhalt und Versicherung“, sagte 2. Bürgermeister Franz Weiß vor Ort.

„Wir haben gesehen, mit welcher Begeisterung und welchem Engagement die HvO Ursensollen seit ihrer Gründung 2010 Hilfe leisten und deswegen müssen wir sie unterstützen, wo es nur geht,“ bedankte sich Kuchenbecker bei allen Teilnehmern.


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