Mittwoch, 10. Oktober 2018

Vom Kleinod Molzmühle begeistert


Von: Werner Schulz

Einen Volltreffer landeten die Hirschauer CSU-Frauen-Union und ihre Vorsitzende Bärbel Birner (3.v.l.) mit der Besichtigung der Molzmühle in Wutschdorf. Die dreißig Besucher, darunter viele Nicht-FU-Mitglieder, waren von dem historischen Kleinod regelrecht begeistert. Zur Besuchergruppe gesellten sich CSU-Landtagskandidat Thomas Bärthlein (2.v.l.) und Bezirkstagskandidat Henner Wasmuth (l.).

Einen Volltreffer landeten die Hirschauer CSU-Frauen-Union und ihre Vorsitzende Bärbel Birner mit der Besichtigung der Molzmühle in Wutschdorf. Die dreißig Besucher, darunter viele Nicht-FU-Mitglieder, waren von dem historischen Kleinod regelrecht begeistert.

Ganz wesentlichen Anteil daran hatte Alfred Schwarz. Er verstand es ausgezeichnet, den Gästen die bis ins Jahr 1466 zurück verfolgbare Geschichte des Mühlenanwesens näher zu bringen. Von 1686 bis 2003 sei die Molzmühle im Besitz einer Familie gewesen. Ältere Wutschdorfer erinnerten sich noch gut an die sog. „Molzmühl-Weiber", die kontaktscheu und in ihrer eigenen Welt lebend den Hof bewirtschafteten. Im Nachhinein ein Glücksfall, denn so überstand das Anwesen die Modernisierungswellen der Landwirtschaft seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts nahezu unbeschadet. Mit dem Tod der letzten Bewohnerin habe 2001 die mehr als 300 Jahre währende Familientradition auf dem Anwesen geendet.

Nachdem die Erben 2003 einen Abbruchantrag gestellt hatten, habe das Denkmalamt das Anwesen unter Denkmalschutz gestellt. Bald darauf habe Dr. Martin Nagler die Molzmühle erworben, um ihren Erhalt zu sichern.

Grundvoraussetzung für die Sanierung sei das Vorliegen eines wirtschaftlich tragbaren Nutzungskonzeptes gewesen. Nach Jahren der Vorbereitung habe man im Jahr 2010 in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Zunner die Sanierung des Anwesens begonnen. Dabei seien schrittweise der Mühlen- und Wohnteil des Anwesens, eine Scheune aus dem Jahre 1830 sowie der uralte Backofen saniert worden. Entstanden sei ein wunderbares Ensemble, das vielfältige Nutzungsmöglichkeiten unter den Schlagworten „Leben - Tagen - Feiern" bietet. Wer stilvoll feiern möchte, könne die Mühlenstube im als Oberpfälzer Blockhausbau restaurierten Stadel nutzen. Dort finden bis zu fünfzig Gäste Platz. Hochwertiges Wohnen bieten die beiden Appartements im Wohnhaus der Mühle. Die eigentliche Mühle könne für Tagungen, aber auch für Feiern genutzt werden, wobei die komplett erhaltene Mühlentechnik aus dem Jahre 1717 den stimmungsvollen Rahmen bildet. Bei der Sanierung des Innenhofes habe man großen Wert auf die authentische Wiederherstellung des früheren Charakters gelegt. Historische Gredplatten, Magerrasen, Lehmboden sowie die alte Mistn mit ihrer historischen Mauer wecken Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

Ungeteilte Zustimmung bei der Besuchergruppe fand Bärbel Birner mit ihrem Kompliment, dass die Sanierung und Restaurierung der Molzmühle großartig gelungen sei. Man könne das Engagement von Dr. Martin Nagler nicht hoch genug schätzen. Die Freudenberger FU-Vorsitzende Barbara Gerl verhehlte nicht, dass die Einheimischen, insbesondere die Wutschdorfer, richtig stolz auf das restaurierte Ensemble sind. Wie Alfred Schwarz bestätigte, habe sich die Molzmühle zu einer echten Attraktion im Ort entwickelt. Gastronomisch stehe die Molzmühle für Oberpfalz, für Einfachheit, Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit. Statt bombastischer Fünf-Gänge-Menüs biete man bodenständige Kost. Eine solche konnten sich dann auch die Hirschauer Gäste in Form eines „Wutschdorfer Brotzeittellers“ schmecken lassen mit Backwaren aus der heimischen Bäckerei Ries und Wurstwaren aus der örtlichen Metzgerei Wagner.

Dass bei der Brotzeit nicht nur über die Molzmühle, sondern auch über Politik diskutiert wurde, dafür sorgten CSU-Landtagskandidat Thomas Bärthlein und Listenkandidat Henner Wasmuth, die sich zu der Besuchergruppe gesellten. In einem Punkt herrschte dabei Einigkeit: Die CSU und die von ihr geführten Staatsregierungen haben maßgeblichen Anteil daran, dass Bayern zu einem Vorzeigeland unter den 16 Bundesländern geworden ist. Wer diese Leistung unvoreingenommen würdigt, könne am 14. Oktober nur CSU wählen.


16. 12.
19:00 Uhr - 22:00 Uhr

Adventsfeier


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