Dienstag, 11. Februar 2020

Dorfplatz, Hochwasserschutz und Bewahrung des dörflichen Charakters


Dorfspezifische Themen standen beim Bürgerdialog der Poppenrichter CSU-Gemeinderatskandidaten in Traßlberg auf der Agenda. Den Bürgern lag vor allem die Zukunft des Dorfplatzes am sogenannten Hupferplatz am Herzen. Hier wurde der bisher fehlende Bürgerdialog kritisch angemerkt, denn von Seiten der Bürger besteht großes Interesse sich für die Dorfplatz Erneuerung aktiv ein zu bringen. Bereits am 14. Februar 2019, bei der ersten Informationsveranstaltung im Traßlberger Feuerwehrhaus vor einem Jahr, haben sich 21 Bürger spontan bereit erklärt im Arbeitskreis zur Dorfplatzgestaltung mitzuwirken. Ein Termin mit allen Beteiligten kam bis heute jedoch nicht zustande, so dass die anfängliche Euphorie langsam zum Erliegen kommt. Vor allem so stellte ein besorgter Bürger fest, weiß man im Moment ja auch nicht, ob die zugesicherten Fördermittel noch ausbezahlt werden, wenn sich der Projektbeginn immer mehr verzögert. Hermann Böhm, amtierender zweiter Bürgermeister konnte jedoch im Hinblick auf mögliche Zuschüsse des Freistaats Bayern beruhigen – diese sind gesichert und stehen dem Projekt, sobald es „endlich in die Gänge kommt“ weiterhin zur Verfügung.

Das Konzept das Bürgerdialogs hat sich bei allen bisherigen Maßnahmen in der Gemeinde bewährt und soll auch beim Dorfplatz Traßlberg, aber auch bei der geplanten Dorferneuerung Witzlhof zum Tragen kommen. Der Bürgerdialog ist Grundlage für nachhaltige Entscheidungen, die von der Bevölkerung mitgetragen werden, artikulierte Michael Laußer und führte weiter aus, dass man auch vor dem Beginn des offiziellen Bürgerdialogs sich in der Bevölkerung aktiv Gedanken für gewünschte Projekte machen kann. Unterstützung erhielt er von Dr. Horst Pongratz, ehemaliger Vorsitzender des Stadtjugendrings in Amberg und Neubürger in der Gemeinde Poppenricht, der ausführte, dass eine gute Vorbereitung und Vorformulierung von Projektideen der Schlüssel zu erfolgreichen Projekten sind. Die erfolgreiche Dorferneuerung und die Gestaltung des Dorfplatzes am Feuerwehraus von Traßlberg zeigen deutlich, dass Bürgerideen auch umgesetzt werden können.

Weitere Themen waren die Breitbandversorgung insbesondere in den Ortsteilen Altmannshof und Speckshof, aber auch in einigen Straßenzügen in Traßlberg gibt es noch was zu tun. Gemeinderat Markus Weiß stellte mit Stolz fest, dass die Versorgung mit schnellem Internet im Gemeindegebiet mit durchschnittlichen 138 Mbit/Sec relativ gut ist. Für die bisher nur mit Richtfunk angebunden Gemeindeteile ist eine zeitnahe Glasfaseranbindung mit Zuschüssen durch den Freistaat Bayern in die Wege zu leiten.

Im Hinblick auf die Baulücken in Traßlberg wurden Nachfragen laut, ob eine Aufstellung eines verbindlichen Bebauungsplans für das Dorfgebiet angedacht sind um den Bau großer Baukörper im Kerndorf zu verbieten. Dies sei auch ohne Bebauungsplan möglich, da der dörfliche Charakter auf jeden Fall bewahrt werden soll und der Gemeinderat abweichende Projekte nicht genehmigen würde. Zusätzlich zur Bebauungsplanung war der Hochwasserschutz, insbesondere durch die Verrohrung des Poppenrichter Grabens für die Anwohner von hohem Interesse. Hier sind inzwischen konkrete Planungen beschlossen und ein Ingenieurbüro wurde beauftragt, so dass in absehbarer Zeit mit den baulichen Maßnahmen begonnen werden kann.

Ergänzend ging CSU Ortsvorsitzender Hermann Böhm auf ein notwendiges Hochwasserschutzkonzept für den Ortsteil Traßlberg ein. Nach den Entwürfen von einem Planungsbüro soll das gesamte Regenwasser aus dem westlichen Gemeindegebiet erst vor dem Ortseingang am Wertstoffhof abgefangen werden. Ob dies die beste Lösung ist muss noch intensiv diskutiert werden. Aus seiner Sicht muss darüber nachgedacht werden, ob es nicht sinnvoller ist,  bei Großregenereignissen die Wassermassen durch dezentrale Flutbecken dort zu stoppen wo sie entstehen. Bestes positives Beispiel ist das neue Regenrückhaltebecken am Poppenrichter Friedhof.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden die auch für Traßlberg wichtigen Projekte der Querungshilfe an der Goethestraße und der aktuelle Planungsstand der Nettokreuzung besprochen und diskutiert.


29. 02.
10:00 Uhr - 12:00 Uhr

CSU Auerbach

Infostand


29. 02.
16:30 Uhr - 18:00 Uhr

CSU Poppenricht

Fachgespräch über die Betreuungssituation in den Kindertagesstätten St. Michael und St. Anna


29. 02.
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CSU Poppenricht

Politischer "Werkstattdämmerschoppen"


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CSU Lintach

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